Outdoor-Teamtraining

Niedrigseil-Parcours

Wenn es darum geht, sich im Niedrigseilparcours mit Kollegen, gegenseitig im Gleichgewicht haltend, vorwärts zu bewegen oder über schwebende Balken zu balancieren, bedarf es verschiedenster Stärken.Sportlichkeit, Mut, Gleichgewicht, Sicherungstechnik und Ausdauer gehören ebenso dazu wie Analytik, Vertrauen, eine gute Aufgabenverteilung und natürlich Kooperation. Denn alleine ist das Ziel nicht erreichbar. Auf diese Weise wächst jeder Einzelne an seiner (Grenz-)Erfahrung und der Zusammenhalt des Teams steigt.

 

Solche außergewöhnlichen Projekte sind eine Herausforderung für Körper, Seele und Geist und werden mit allen Sinnen wahrgenommen und emotional verankert. Dabei werden bisher unbekannte Strategien und Lösungswege entwickelt, die gegenüber herkömmlicher Wissensvermittlung viel leichter abrufbar sind.

 

 

Brückenbau – Ein Beispiel aus meiner Arbeitspraxis

Nachdem die Teilnehmer ihr Team intensiv analysiert und reflektiert haben, bekommen sie die Aufgabe, gemeinsam eine Brücke aus einigen Hölzern und Seilen über einen Fluss zu bauen. Keiner der Anwesenden hat damit bisher Erfahrungen gesammelt. Das Team organisiert sich, teilt Rollen ein und legt los. Es ist Herbst, das Wasser ist sehr kalt und deshalb entwickeln die Teilnehmer Strategien, wie man die Aufgabe ohne nasse Füße bewältigt. Mit viel Kreativität steht die Brücke zwei Stunden später kurz vor ihrer Vollendung. Da ruft plötzlich ein Teilnehmer: „Mein Ehering ist weg! Er ist in den Fluss gefallen!“ Alle Teammitglieder unterbrechen Ihre Tätigkeit sofort, überlegen nicht lange und ziehen ihre Schuhe und Strümpfe aus.

Jeder spürt die Trauer und Verzweiflung des Mannes. Gemeinsam suchen sechs Leute im kalten Wasser nach dem verlorenen Ehering. Es scheint aussichtslos, den Ring zu finden, da die Strömung im Fluss relativ stark ist. Ein Teilnehmer besorgt ein Anglernetz, ein anderer baut einen Staudamm, um die Strömung zu verlangsamen. Der Vorgesetzte der Gruppe bietet sogar an, den Ehering zu ersetzen, was der Betroffene sehr schätzt: „Danke, das ist sehr nett von dir! Aber wie soll ich das meiner Frau erklären?“ Dieser Ring hat einen besonderen Wert für ihn und kann nicht einfach gegen einen neuen Ring ausgetauscht werden.

 

 

 

Nachdem alle 15 Minuten lang gemeinsam gesucht haben, geschieht das Wunder: Ein Teilnehmer fischt tatsächlich den Ring aus dem Fluss! Die engagierte Suche und der starke Wille der Gruppe, den Ring zu finden, haben sich gelohnt.

Alle sind erleichtert und umarmen sich herzlich. Sie wärmen ihre kalten Füße, fühlen sich stark miteinander verbunden und sind stolz auf IHR Team.
Anschließend wird die Brücke fertiggestellt und alle gelangen sicher und trocken ans andere Ufer. So ist in dem von mir entwickelten Teamtraining nicht nur eine Brücke entstanden, sondern es war auch ein besonderes Erlebnis durch das gemeinsame Engagement für den Ehering.

 

 

 

 

 

 

 

Ich zeige anstelle von Wettbewerb, wie man spielerisch in Kontakt tritt und wie Zusammenarbeit gelingt